Bild und Wirkung

Im Bezug auf das Thema dieser Seite, ein wichtiger Punkt. Bilder verstehen alle, selbst kleinste Kinder, gerade die, verstehen, interpretieren. Natürlich noch ohne gewachsenen Verstand, aber genau dieser soll ja beeinflusst, gebildet werden. (Hier wird es noch viel ausführlicher)

As above so below by ZawArt on DeviantArt

Diktatur – Patriarchat – Monarchie

Diktatur, der Diktator – das Diktat. Genau so zu verstehen, wie aus dem „Deutsch“ – Unterricht. Es wird diktiert, ausformuliert, in vielen Bereichen wird die Interpretation selbstverständlich mitgeliefert. Angefangen beim Gruß, bis hin zu Uniformen, das was zusammen gehört, gehören soll, es wird markiert.

Markierungen

Schlagworte: Symbol, Graffiti, Abzeichen, Uniform, Schilder, Bezeichnungen, Namen, Schriftarten, usw.

jeronimus bosch | Hell - Hieronymus Bosch als Kunstdruck oder handgemaltes…
Jeronimus Bosch – Hölle

Psychologie

Jeder Mensch braucht Kontakte, sozialer Art, oft ist die Familie gegebenes Umfeld. Intakt, ausgeglichen, funktionierend, ehrlich. Oder anders geartet. Die meisten Verbrechen finden innerhalb der Familie statt, im näheren Freundes- oder Bekanntenkreis.

Little House on the Prairie. Good afternoon viewing in the 70's.....usually had us all in tears.
Unsere kleine Farm – Familien Saga (USA-70er)

Emotionen wecken

Um das Familienbild zu erhalten, „Unzucht“ zu vermeiden, wird es überspitzt dargestellt. Die Funktionäre aus Politik und Kirche üben Druck aus, planen mit, über 80% der Erziehung unterliegt dem Regime, alles wird angepasst. Kontrolle. Es muss funktionieren, die Zensur, ein vorgegebener Weg, das Gesellschaftskonzept, die Form, die Norm, Normalität gleich Wahrnehmung. Man kann es ganz banal ausdrücken, die Triebe, die in jedem Lebewesen schlummern, will man steuern, durch Bildung Verstand aufbauen, Vernunft walten lassen. Dazu braucht es Bilder, Zeichen, eine Sprache, Kultur und die funktionierende Infrastruktur, die Inhalte zum Empfänger bringt. Wer bewertet das? Wie ist es heute? Gibt es Struktur oder nur noch Bilder? Wie war das in Zeiten wo nur 10 % der Menschen überhaupt richtig lesen konnten? Also, den Inhalt auch für sich richtig assoziierten? Welche Personenkreise konnten damals lesen? Die Stadt und das Land, es gibt Abhängigkeiten, die zum einen unnatürlich, wenig plausibel, oft sogar „irr“ sind. Zum anderen aber, gegeben, lebendig, die Umwelt, die Natur, das „tatsächliche“ Leben. Jahreszeiten, Ernten, kleinere Gesellschaften, alles ist überschaubarer.

Trotz des Umstandes, dass weniger Menschen vor Ort leben, war es zu mindestens in früheren Zeiten so, dass die Leute sich nicht so einsam fühlten. Erschreckend ist es schon, wenn in Metropolen die Einsamkeit grassiert. Sie hat also nichts mit der Anzahl an Menschen zu tun, das Gegenteil ist der Fall. Oft bilden sich in weniger besiedelten Gebieten, engere Bindungen, zwangsläufig. Landwirtschaft, Felder und Wälder, man passt sich an. Es leuchtet ein, ausgewogen, nur relativ sicher, Arbeit und Freizeit verschwimmen, es lebt sich bewusster, realer.

Panzer in Dagow, 1974: Jürgen Graetz, Jahrgang 1943, wuchs bei seinem Großvater in Dagow auf. Dort stöberte er in Kisten mit vergilbten Aufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg und schoss mit einer Kunststoffkamera, einer Pouva Start, sein erstes Bild. Wenn nicht gerade sowjetische Panzer durch sein Heimatdorf rollen, gehört Graetz eher zu den ruhigen Fotografen, die sich im Hintergrund halten: beobachten und abwarten. Sich auf die Komposition des Bildes konzentrieren. Und erst dann abdrücken.
Dagow (DDR) – 1974

Wie einsam macht das Weltnetz? Ist die Form nur anders, ist es Erschöpfung, was für ein Bild passt zu dieser Frage? Neue Abhängigkeiten, viele Informationen, Fragen. Unsere Gesellschaft ist gut sortiert, wir genießen auch Zeiten allein, wir wissen, Einsamkeit ist ein Gefühl, in der Masse erfahren, gefährlich!


DER ORDEN 1 & 6, 33 und 13… Zahlen, etwas wunderbares!


Benzin und Eisen - Klassische Motorräder
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Wie die Kirche, Feudalherren, Monarchen und Despoten Machtapparate auch hier zu installieren wissen, das ist allen bekannt, die Gesellschaften entwickeln ja Konzepte, der Erfahrungsschatz und vor allem der Vergleich, entscheidend. Es braucht eine Ordnung, Gesetze und Pflichten, die große Freiheit als Kür, ein erträgliches Maß an Nachrichten, Riten und Festlichkeiten. Alles erfüllt es mit einem gewissen Sinn. Ja, die Sinngebung, Träume und Ziele, was aber, wenn alles im Überfluss da ist? Erdrückende Angebote, kaum Befriedigung, wonach sehnt sich der Mensch?

biguns
Eine schrecklich nette Familie. (USA – 80er)

Hier ein Link zu historischen Bildern, Grafiken, die als Propaganda und Werbematerial in 2 Diktaturen verwendet wurden. Die Ähnlichkeiten sind nicht zufällig, das Seelenleben ist zum einen vorbelastet, abhängig, zum anderen bildet man gleich den Gegenpol, somit wird alles „Alte“, aus der Jugend heraus, im Elternhaus ausgegrenzt, kontrolliert, überwacht.

3. Reich ca. 1934 - Thema: Rasse, Familie, Familien-Planung
Deutsches Reich ca. 1934

Deutsche politische Ästhetik

Bilder in Diktaturen

1922:Heinrich Zille Fischerstrasse und Restaurant
Heinrich Zille – 1922 Berlin

BERLIN 1880, Gaststätte "Zum Nussbaum" - das Orginal - im alten Nikolaiviertel in Berlin-Mitte

Originalaufnahme vom Nussbaum